Garten und Wald

Kinder lieben es, draußen zu sein und zu spielen, herumzutollen und die Geheimnisse der Erde zu erforschen, zu bauen und die Erde und den Sand zu bearbeiten.

Deshalb ist ein wichtiger Teil unseres Kindergartentages das Spiel in unserem Garten. Zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter, bietet sich die Möglichkeit, interessante und anregende Erfahrungen zu sammeln, sich im wahrsten Sinne den Elementen zu stellen. Angemessene Kleidung sorgt für den Schutz, das Abenteuer zu erleben. Ganz elementar lassen sich die Eindrücke von Wärme, Kälte, Nässe, Wind im Kreis des Jahreslaufes spüren. Die anfallenden Gartenarbeiten und die Bedingungen der Jahreszeiten werden von den Kindern aufmerksam verfolgt und in ihrem Spiel aufgenommen und verwandelt. So bietet das Spiel draußen jeden Tag aufs Neue Überraschungen und Freuden. Die Welt wird mit allen Sinnen erlebt und diese Erlebnisse aus erster Hand machen die Welt verständlich, überschaubar und liebenswert.

Das Spiel im Garten ist bestens dazu geeignet, dem Bewegungsdrang der Kinder nachzukommen und Fähigkeiten, wie Balancieren, Klettern und Springen zu erüben. Aus einer ungezwungenen spielerischen Situation heraus, die dem Kinde entspricht, werden motorische Fähigkeiten vervollkommnet. Das Spiel und die Freude an der Bewegung schaffen ideale Voraussetzungen dafür. Gerade in der heutigen Zeit, in der der Freiraum für die Kinder immer weiter eingeschränkt wird, ist die Vielfalt der Bewegungsmöglichkeiten von großer Bedeutung. Das Erüben von motorischen Fähigkeiten wirkt nicht nur auf den Körper und das Körpergefühl, sondern ist auch förderlich für die Ausbildung und Weiterentwicklung der kognitiven Fähigkeiten, der Intelligenz und des Selbstvertrauens. So kann man feststellen, dass sich der Tastsinn förderlich auf die Entwicklung des kindlichen Gehirns auswirkt. Der Gleichgewichtssinn wiederum, ist eine Voraussetzung für die innere Ausgeglichenheit und das seelische Gleichgewicht der Kinder. Durch das Erüben der motorischen Fähigkeiten werden die eigenen körperlichen Grenzen erlebt und erweitert. Die Eigenkörperwahrnehmung wird geschult.

Gleichzeitig ist der Garten aber auch der Ort im Kindergarten, der von allen Kindern und Erwachsenen benutzt wird, so dass dem sozialen Gedanken, dem Gemeinschaftsgefühl, eine große Bedeutung zukommt.

Unsere Einrichtungen sind von Gärten umgeben, in denen sich verschiedene Sandkästen befinden. Sandspielsachen, Softbälle, Stelzen und Seilchen stehen den Kindern ebenso zur Verfügung, wie auch Holzklötze und Baubretter, mit denen Buden konstruiert werden können – der Phantasie der Kinder sind dabei keine Grenzen gesetzt, außer denen, die die Statik mit sich bringt. Ferner befinden sich Klettergerüste und Rutschen auf den Geländen, die die Kinder zum gemeinsamen Spiel einladen.

Außerdem befinden sich in unseren Gärten Blumen- und Kräuterbeete, an denen die Kinder mit den Erzieherinnen arbeiten können und so das Wachsen und Gedeihen und auch die Ruhepausen der Pflanzen erleben können.

Neben dem Spielen kommt so auch der Pflege unserer Gärten im Alltag große Bedeutung zu. Selbstverständlich werden Gartenarbeiten vor und mit den Kindern ausgeführt. Sie helfen gern beim Jäten, Fegen, Rechen und anderen Arbeiten. Diese Arbeiten werden mit großem Interesse verfolgt und oftmals ist es für die Kinder selbstverständlich, mitzumachen und zu helfen.

Außerdem veranstalten wir auch Feste in unserem Garten, wie z. B. das Sommerfest, zu dem alle Kinder mit Eltern und Geschwistern eingeladen werden. Der Garten kann also durchaus als ein zentraler Ort gemeinschaftlichen Lebens unseres Kindergartens gesehen werden.

Konzept

Die Pädagogik

Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorfpädagogik, hat uns in seinen Ausführungen zum Menschenbild aus Sicht der Anthroposophie ein umfassendes Werk hinterlassen, das die Grundlage unserer Arbeit im Kindergarten bildet.

Ernährung

Gemeinsame Mahlzeiten – Eine entspannte, familiäre, persönliche Atmosphäre ist den Gruppen in unseren Waldorfkindergärten ganz besonders wichtig.

Was ist Eurythmie

Entstehung und Entwicklung der Eurythmie – Inmitten einer Zeit des geistesgeschichtlichen Umbruchs im Jahre 1912 schuf Rudolf Steiner eine neue Bewegungskunst, die Eurythmie, die als sichtbarer Gesang, sichtbare Sprache verstanden und entwickelt wurde.

Freispiel

Für die erste Freispielphase im Gruppenraum bieten wir den Kindern viele verschiedenartige Spielbereiche an, um ihren jeweiligen Grundbedürfnissen und Spielinteressen entgegen zu kommen:

Garten und Wald

Kinder lieben es, draußen zu sein und zu spielen, herumzutollen und die Geheimnisse der Erde zu erforschen, zu bauen und die Erde und den Sand zu bearbeiten.

Kunst im Kindergarten

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.`` - Pablo Picasso -

Märchenkreis

Um einen gesunden Rhythmus leben zu können, muss dieser Zeit nun eine Zeit des Einatmens folgen. Dies ist mit dem Märchenkreis gegeben: Die Kinder sitzen ca. 15 Minuten still und lauschen einer Geschichte.

Morgenkreis

Zum Morgenkreis sammelt die Erzieherin bzw. der Erzieher die Kinder mit einem Lied um sich. Dann werden der Jahres- oder Festeszeit entsprechende rhythmische Reime, Sing- und Klangspiele in bewegte Formen gebracht.

Sinnespflege

Unsere Sinne sind die Tore zur Welt. Sie vermitteln uns alle Eindrücke, die wir benötigen, um unsere Umgebung und uns selber in ihr wahrzunehmen.

Struktur der alltäglichen Arbeit

Das kleine Kind benötigt für eine ungestörte Entwicklung Sicherheit im Alltäglichen. Nur, wenn es dort Kontinuität erlebt, kann es sich entspannt seinem Tun hingeben.

Aktivitäten

Neben den christlichen Jahresfesten, die im Kindergarten gefeiert werden, gibt es weitere „besondere“ Tage, die zum Leben der Kindergartengemeinschaft gehören.